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Klebestreifen

Besuch mit acht Beinen

Viele Kinder sind erst einmal skeptisch, manchen entfährt ein "Iiiihhh". Der Grund ist der Besuch von Maries Papa in der Einrichtung. Im Gepäck hat er die Vogelspinne "Glitzerfuß", eine Weißknie-Vogelspinne (Acanthoscurria geniculata). Und die sitzt in einem Terrarium aus Glas. Die Blicke der Kinder schwanken zwischen Faszination und Ekel, manche weichen unmerklich ein Stück zurück.

 

Warum haben Spinnen acht Beine?

Wissen vermitteln und Aufklärung betreiben und eine ganz besondere Spinne ganz nah zeigen, war die Intension dieses kurzen Besuches. Und so beginnt er zunächst mit der Theorie: Spinnen gibt es seit vielen Millionen Jahren, erklärte Uwe Herr den Vier- bis Sechsjährigen, und fragte sie, wie viele Beine denn Spinnen haben und warum sie so viele Beine haben. Es ist so, dass Spinnen sich gegen Angreifer schützen mussten. Und weil die von überall herkommen konnten, entwickelten sich acht Beine rund um den Körper, die als Schutz dienten. Wenn ein Angreifer ein Bein erwischt, ist das nicht so schlimm, denn es wächst bei Spinnen nach.

Wie giftig sind Spinnen wirklich? Der Experte ging auch auf die Gefahren durch Spinnen ein. Ein Kuscheltier ist die Spinne nicht. Schon das Herausnehmen aus dem Terrarium stresst das Tier und kann dazu führen, dass es beißt oder sein Heil in der Flucht sucht. Der Biss ist einer Vogelspinne ist schmerzhaft, aber nicht lebensbedrohlich. Allerdings kann es je nach Giftigkeit der Vogelspinne, und nach Empfindlichkeit des Halters zu allergischen Reaktionen bis hin zu kurzfristigen Lähmungen rund um die Bissstelle kommen. Und auch das Gift aus den feinen Haaren der Beine kann solche allergischen Reaktionen auslösen.

Auch wenn eine Vogelspinne genügsam ist, braucht sie in regelmäßigen Abständen artgerechtes Futter. Einige Tiere fressen wöchentlich, während die meisten Spinnen im vierzehntägigen Rhythmus gefüttert werden. Gefüttert wird mit Heuschrecken und Grillen. Auch diese Wüstengrillen, die als Futter dienen, konnten die Kinder in einem zweiten Terrarium bestaunen.

Interessant war auch die Spinnenhaut, die Maries Papa mitgebracht hat. Die Häutung läutet das Wachstum der Vogelspinne ein. Dabei häuten sich Spinnen zwar regelmäßig, aber mit zunehmendem Alter in größeren Abständen. 

Dann durften die Kinder die Vogelspinne ganz aus der Nähe betrachten. Das war richtig spannend. Die Vogelspinne war ziemlich groß und hatte ganz behaarte Beine. … und vor allen Dingen blieb sie ganz ruhig im schützenden Terrarium sitzen und die Kinder konnten sie von allen Seiten ansehen … Überraschend war am Ende: Fast alle kleinen Zuhörer haben sich die Vogelspinne angesehen. Angst hatten die Kinder hinterher definitiv nicht!

Als eingeloggter Besucher finden Sie weitere Eindrücke in unserer Galerie: Eine Vogelspinne in der KiTa