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Ministerschreiben: Neue Quarantäneregelungen für die Kindertagesbetreuung

Ergänzend zur  neuen Coronabetreuungsverordnung hat der Minister folgendes Schreiben für Eltern und Beschäftigte veröffentlicht.

Dazu im Folgenden weitere Ausführungen der Fachberatung des DPWV:

In dem Schreiben erläutert der Minister die neuen Regelungen und die Hintergründe für die getroffenen Entscheidungen: 

  • In den letzten Monaten mussten zu unterschiedlichen Zeitpunkten unterschiedliche Aspekte im Spannungsfeld von Einschränkungen des Betreuungsangebotes und Infektionsschutz gegeneinander abgewogen werden. 
  • Aufgrund der Impfmöglichkeit stellt sich die Situation heute anders dar als im vergangenen Jahr. 
  • Kinder bis 12 Jahre, für die noch keine Impfmöglichkeit besteht, mussten in den letzten Monaten viele Einschränkungen hinnehmen - gerade für diese Kinder ist es jetzt umso wichtiger, "in der Kindertagesbetreuung und in ihrem Alltag wieder einen entscheidenden Schritt hin zu mehr Normalität zu machen." 
  • Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen Nordrhein und Westfalen-Lippe hat sich deutlich positioniert. Er hält in einer Pressemitteilung vom 1. September 2021 fest, dass Kinder "aktuell mehr durch die Coronamaßnahmen als durch die Infektion selbst gefährdet sind." 
  • Der Minister zieht daraus den Schluss, dass es für die körperliche und seelische Gesundheit der Kinder entscheidend ist, "dass wir ihnen auch in den nächsten Monaten möglichst viel Stabilität geben." Dafür ist künftig auch ein Umsetzen von Quarantänemaßnahmen für Kontaktpersonen mit Augenmaß erforderlich. 
  • Dafür wurde in der Coronabetreuungsverordnung ab dem 13. September definiert, dass in der Regel nur noch für eine infizierte Person (Kind oder Beschäftigte*r) eine 14-tägige Quarantäne vorgesehen ist. 
  • Für alle anderen (Kinder und nicht immunisierte Beschäftigte) besteht eine Testpflicht - in den zwei Wochen nach dem Infektionsfall müssen dreimal pro Woche Testnachweise erbracht werden. Über die Tage entscheidet die Einrichtung. 
  • Nur in begründeten Einzelfällen (bspw. wenn mehrere Infektionsfälle in einer Einrichtung auftreten) kann vom Gesundheitsamt auch eine Quarantäne (in der Regel für 10 Tage) für enge Kontaktpersonen ausgesprochen werden. 
  • In diesen Fällen kann die Quarantäne vorzeitig durch einen negativen PCR-Test nach fünf Tagen (oder durch einen negativen hochwertigen Antigen-Schnelltest nach sieben Tagen) beendet werden. 
  • Um einen weiteren Schritt in Richtung mehr Normalität zu gehen, müssen selbstverständlich auch alle anderen Regelungen (3G-Regelung, Maskenpflicht, Hygiene, Lüften ...) weiterhin eingehalten werden. 
  • Der Minister beendet sein Schreiben mit einem eindringlichen Appell an alle, die noch nicht vom Impfangebot Gebrauch gemacht haben: "Bitte lassen Sie sich impfen!" Dies dient dem Schutz aller.