Folgende Themen werden von der Ministerin Josefine Paul angesprochen:
Schutz gegen das Coronavirus
Um einen höchstmöglichen Schutz vor Ansteckung mit COVID-19 zu gewährleisten, stellt das MKJFGFI für Kinder in der nach dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz) geförderten Kindertagesbetreuung, heilpädagogischen Gruppen/Einrichtungen und den Brückenprojekten bereits seit dem Sommer kostenfrei grundsätzlich acht Selbsttests pro Kind und Monat zur Verfügung. Somit können Eltern ihre Kinder anlassbezogen und freiwillig zu Hause auf eine Infektion mit COVID-19 testen. Dieses Angebot soll auch im neuen Jahr bis auf Weiteres aufrechterhalten werden. Die neuen Nasaltests werden ab der 2. Kalenderwoche des neuen Jahres ausgeliefert. Der Empfänger*innenkreis und auch der Liefer-Rhythmus (2 Tests pro Woche) bleiben unverändert.
Die Kindertageseinrichtungen bleiben warm
Das Land plant, Angebote der Kindertagesbetreuung darin zu unterstützen, die hohen Energiekosten zu begleichen. Der Bund entlastet ab dem kommenden Jahr Verbraucher*innen mittels der Gas- und Strompreisbremse, indem er 80 % des Gas- und Stromverbrauchs des Vorjahres preislich deckelt – hiervon wird die gesamte Kindertagesbetreuung profitieren. Das Land ergänzt diese Hilfen: Durch den „Stärkungspakt NRW – gemeinsam gegen Armut“ unterstützt die Landesregierung die KiBiz-geförderten Kindertageseinrichtungen und die Angebote der Kindertagespflege mit 60,2 Millionen Euro, um steigende Energiekosten abzufedern. Die Gelder sind als einmaliger Aufschlag sowohl auf die Kindpauschale vorgesehen. Die Mittel werden den einzelnen Jugendämtern pauschal mit der jeweiligen Aufschlüsselung der Aufschläge zur Verfügung gestellt, verbunden mit der Verpflichtung, die Mittel an die Träger weiterzuleiten. Eine gesonderte Beantragung ist nicht erforderlich.
Die Fachkräftegewinnung und -bindung gemeinsam in die Hand nehmen
Ein ohnehin durch mehrere Jahre Pandemie belastetes System wird momentan durch den akuten Fach- und Arbeitskräftemangel in Verbindung mit einem hohen Krankenstand bei den Bestandskräften erneut auf die Probe gestellt. Niemand kann die aktuellen Probleme allein, schnell und kurzfristig lösen. Alle müssen gemeinsam an Verbesserungen arbeiten und dabei immer verschiedene Interessen und Ziele miteinander abwägen. Innerhalb der Landesregierung ist eine Fachkräfteoffensive vereinbart worden. Eine Koordinierungsstelle zum Fachkräfteausbau in Kindertageseinrichtungen ist im Ministerium angesiedelt. Das Kita-Helfer*innen-Programm wird fortgeschrieben und soll verstetigt werden. Um langfristig Fachkräfte für die frühkindliche Bildung zu gewinnen und die bereits in der Kindertagesbetreuung arbeitenden Fachkräfte zu halten, wird in den kommenden Jahren jedoch ein großes Bündel an Maßnahmen gebraucht. Die Fachkräftegewinnung und -bindung hat für die Ministerin Priorität.
Neues Kinderschutz-Portal
Das neue Informationsportal des Landes, www.kinderschutz.nrw, ist im November 2022 eingeführt worden. Es richtet sich an Berufsgruppen aus den Bereichen Kinder, Jugend, Familie, Schule, Gesundheit, Polizei und Justiz. Das Portal soll helfen, den Blick zu schärfen für die Aufgaben, Rechte und Pflichten der eigenen Profession und den Fokus auf die angrenzenden Berufsfelder zu erweitern. Für den Bereich der Kindertagesbetreuung wurde eine eigene Unterseite umgesetzt, die spezifisch auf die Erfordernisse im Kinderschutz für die Kindertagesbetreuung eingeht:
https://www.kinderschutz.nrw/handlungsfelder/kinder-und-jugendhilfe/kindertagesbetreuung.



